Manchmal denke ich, es liegt daran, dass mein Blog Jessys- Adventure heisst...😀 Ungeplant bin ich nun schon das vierte mal an einem achten des Monats über die Grenze... Und natürlich auch diesmal nicht ohne Abenteuer...
Angefangen hat es damit, dass als erstes gar kein Zug fuhr... In Narvik am Bahnhof sah ich auf dem Monitor, dass alle Züge gestrichen waren... Ich Lief herum und fand Ben. Er arbeitet seit Jahren am Bahnhof. Ich bat ihn, in Schweden anzurufen und zu fragen, Ob und wann ein Ersatzbus fahre. Er fand heraus, dass sie vergessen hatten dies auf dem Monitor anzuzeigen.
Und siehe da, nach ein paar Minuten stand da, dass ein Ersatzbus nach Schweden fahren würde. Ich wartete weiter im Aufenthaltsraum, als draussen ein Bus vorfuhr. Da es noch früh war und ich alleine am Bahnhof, ging ich zum Chauffeur und fragte ob er Richtung Schweden fahre und wo er halte. Danach wartete ich wieder im Aufenthaltsraum. Später gesellten sich noch weitere Fahrgäste dazu. Die Reaktion war immer die gleiche. Auf den Bildschirm geguckt und dann ein hilfloser Gesichtsausdruck. Ich sprach sie dann an und erklärte was los sei und das draussen ein Bus stehe, der später vor den Eingang fahren würde und wir alle einsteigen können. Der Gesichtsausdruck schaltete auf beruhigt um und niemand störte den Buschauffeur in seiner Pause... Pünktlich zur geplanten Zug abfahrtszeit fuhr der Bus vor. Wir stiegen ein und der Chauffeur fragte mich, ob ich für die Bahngesellschaft arbeite...? Wie auch immer, bei schönem Wetter fuhren wir im Schnee über die Grenze...
Ab und zu fuhr der Bus einen Bahnhof an. Dort stiegen weitere Gäste ein. Als es dunkel wurde kamen wir in Gällivare an. Dort hiess es, dass ein Zug gegen 17.oo Uhr Richtung Boden fahren würde.
Es standen links und rechts Wagons auf dem Gleis... Die Leute liefen zuerst alle nach Links... Ich wartete... Dann kamen sie zurück... Dann liefen alle nach Rechts... Ich wartete... Sahra, mit der ich mich am Bahnhof angefreundet hatte, stand neben mir und wir schauten den Lemmingen zu wie sie umher eilten. Schon längst hatte ich die Lock bemerkt, die die Wagons miteinander verband und somit der Zug direkt in der Mitte zum stehen kam. 😀 Wir stiegen ein und der Zug fuhr los... Mit nur ca 3h verspätung kamen wir in Boden an. Wie gut hatte ich hier eine Nacht in einem BnB gebucht und somit kein Zuganschluss verpasst. 😉
Tag 2 - 4
o9.11.21 - 11.11.21
Als ich am nächsten Morgen aus dem Fenster sah, schneite es. Somit hatte ich keine Eile. Nach dem Frühstück, checkte ich aus und hielt mich danach noch im Aufenthaltsraum des BnB auf... Gegen späteren Nachmittag lief ich gemütlich durch die Stadt Boden Richtung Bahnhof. Unterwegs machte ich noch einen kleinen halt und genoss einen feinen Teller mit Nudeln. 😊
Pünklich fuhr um 17:47 Uhr der Zug los Richtung Stockholm. Im Zug machte ich es mir gemütlich... Später stieg leider noch Jemand mit Hund dazu.. Dieser süsse Schäfer Hund, hatte das gefühl er sei hier zu Hause und er müsse immer Bellen und knurren und Jaulen, wenn jemand vorbei lief, zustieg oder sich bewegte... Mal wieder eine angenehme Nacht im Zug verbracht... Nicht! 😋 Mit nur ca 4h Schlaf kam ich am nächsten Morgen in Uppsala an... Hier wollte ich hin weil der Name einfach so süss klingt. Ich brachte mein Gepäck ins Hostel und lief dann um 6:3o Uhr durch die Stadt... War eine tolle Idee, weil keine Menschen unterwegs waren... 😀 Ich hatte quasi die Stadt für mich alleine.
Uppsala
Info:
Die Stadt ist an der Bevölkerung gemessen nach Stockholm, Göteborg und Malmö die viertgrößte Stadt des Landes und in sieben Stadtbezirke gegliedert. Uppsala ist eine traditionelle und bekannte Universitätsstadt. Die Universität Uppsala wurde 1477 gegründet und ist somit, nach dem Studium generale von 1425 im damals dänischen Lund, die zweitälteste Universität Skandinaviens. Die Stadt ist Sitz des Erzbischofs sowie des Bischofs des Bistums Uppsala der Schwedischen Kirche.
Meine Gedanken:
Nicht nur der Name ist süss, auch die Stadt selber. 😊 Es gibt viel zu sehen und das Zentrum ist toll! Wer Zeit hat, sollte hier unbedingt ein paar Stunden verbringen.
Die Aussicht auf die Stadt vom Schloss aus ist toll, die Kanonen wachen noch immer über der Stadt. Der Dom ist riesen gross (leider zur Zeit im Umbau). Und es ist schön über die vielen Brücken über den Fluss Fyrisan zu laufen...
Ich hatte zwei Nächte gebucht, weil ich auch noch Zeit brauchte um meine Zugreservationen zu machen, die Hostels zu buchen, Fotos sortieren und Blog schreiben. ...
Tag 5
12.11.21 Bei wunderschönem Wetter fuhr ich mit dem Zug weiter nach Göteborg. Die Landschaft mit den roten Häusern und den tollen Herbstfarben war wunderschön. Konnte mich kaum satt sehen..😊
Einmal sah ich auch ein Hirsch und Rehe.. Nur wenn der Zug so schnell fährt, hast du keine Changse ein Foto zu machen.🙈
Tag 6 - 7
13.11.21 - 14.11.21
Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Bus zum Volvo Museum! Das ist was ganz tolles! 😄 Es öffnet erst um 11.oo Uhr... Ich war so lange drin, dass es dunkel wurde (ca 16.oo Uhr) als ich zurück im Zentrum war.😄
Info:
Das Volvo Museum befindet sich in Göteborg, Schweden. Es umfasst die Entwicklung von Schwedens führendem Fahrzeughersteller Volvo, vom ersten ÖV 4 bis hin zu aktuellen Pkw, Lkw, Bussen und anderen Produkten. Das Museum zeigt auch Produkte von Volvo Aero und Volvo Penta und viele andere Exponate, darunter den gemeinsamen Schreibtisch von Assar Gabrielsson und Gustaf Larson aus den Pionierjahren des Unternehmens.
Am Morgen des 14. April 1927 verliess das erste Volvo Automobil das Werkstor in Göteborg an der Westküste Schwedens. Der Wagen hatte die offizielle Bezeichnung ÖV4 und war ein offener Tourer mit Vierzylindermotor. Der erste Volvo der Welt war bereit, die Strasse zu erobern.
Meine Gedanken:
Eigentlich habe ich nicht wirklich ein lieblings Auto oder Fahrzeug Marke. Aber ich weiss, dass viele meiner Bekannten wie z.B. R. Blatter Burgdorf , oder brw Garage Langnau oder Carosserie Hugo Zaugg Mirchel und viele mehr es mir nicht hätten verzeihen können, wäre ich nicht ins Museum gegangen! 😄 Und ich habe es nicht bereut! Ich fand es toll, dass Autos ausgestellt wurden, die den Jahrgang meiner Eltern und sogar Grosseltern hatten. Auch spannend waren die vielen Motoren. Aber am meisten begeisterten mich natürlich die LKWs. 😉 Vermutlich habe ich jedes einzelne Fahrzeug 3- 4 x Fotografiert und gefilmt.😄 Hier ein paar von mir ausgesuchten Fahrzeuge... Ich kann aber nicht alle Fotos hier Posten.😀
Volvo PV 444
Die Zahlen stehen für 4 Zylinder, 4 Sitze und 40 PS.
Volvo PV 544
Volvo war der erste Hersteller, der seine Fahrzeuge – den PV 544 und den 1956 präsentierten P 121 „Amazon“ – ab 1959 serienmäßig mit Dreipunkt-Sicherheitsgurten an den Vordersitzen ausstattete.
Volvo P1800
Berühmt ist auch der Prototyp eines Volvo P1800, wie ihn in den 1960er-Jahren der TV-Serienheld Simon Templar (dargestellt von Roger Moore) fuhr...
Natürlich Darf auch Lego nicht fehlen...🙂
Es sind auch div. Motoren ausgestellt...
Hier eine kleine Bildergalerie...🙂
Die Zusammenfassung findest du hier in dem Video...
Wie schon gesagt, bei dunkelheit ging es Via Zentrum zurück zum Hostel...
An meinem zweiten Tag erkundigte ich dann noch die Stadt Göteburg... Und obwohl wir schon November hatten fand ich noch wunderschön blühende Rosen im Trädgardsföreningen. Dies ist ein grosser Park mit einem Rosengarten, der vermutlich zu jeder Jahreszeit sehr schön ist anzusehen. 😊
Leider ergab sich wieder einmal, dass der Freizeitpark geschlossen war wegen umbauten. Wie ich schon in Kopenhagen erlebt habe. Jedoch steht genau daneben das Svenska Mässan. Dort habe ich zwar kein Zimmer gebucht, oder den Aussenpool benutzt. Trotzdem durfte ich mit dem Lift in den 25. Stock fahren und die super Aussicht geniessen. Und im 20. Stock gab es Brücken die die 3 Türme mit einander verbanden. Natürlich lief ich überal herum und genoss die Aussicht.😊
Als ich mir einen Überblck über die Stadt gemacht hatte, lief ich noch ein bisschen im Zentrum herum und bestaunte die schönen Gebäude, machte wieder viel zu viele Fotos und ein paar kleine und leichte Souvenier Einkäufe.
Später lief später noch zum Skansen Kronan hoch um die Aussicht bei Nacht über die Stadt zu geniessen.
Tag 8 - 1o
15.11.21 - 17.11.21
Und schwubs war es schon wieder Zeit weiter zu reisen... Auf nach Malmö. Mein Zug fuhr auf Gleis 13. Ich sass in Wagen 3 auf Platz 13. 😊 Und obwohl der Zug schon bereit satnd und alle warteten, dass sie einsteigen konnten, hiess es plötzlich der Zug hätte verspätung. Die Türen gingen erst ca 15 Minuen nach Abfahrtszeit auf. Keine Ahnung warum ich bis jetzt in Schweden noch keine "normal" pünktliche Zugfart erlebt habe. Aber diesmal fuhr ich ja direkt zu meinem Ziel. Somit störte es mich auch nicht, dass ich etwas später ankam.
Malmö
Meine Gedanken:
Hier wollte ich unteranderem hin, weil es möglich ist von Schweden bis nach Dänemark zu sehen. Und es stellte sich heraus, dass mir Malmö besser gefiel als Göteborg. Leider war das Wetter nicht immer supi und es fing am zweiten Tag, als ich durch den Slottsparken lief und die Öresundbrücke besuchte, auch noch an zu regnen. Es war trotzem schön!
Info:
Malmö, Hauptstadt der heutigen Provinz Skåne län sowie Hauptort der Gemeinde Malmö, ist eine Großstadt in der historischen schwedischen Provinz Schonen und hat etwa 300.000 Einwohner.Malmö ist nach Stockholm und Göteborg die drittgrößte Stadt des Landes. Malmö liegt im äußersten Süden des Landes. Die Entfernung nach Mailand (Luftlinie ca. 1.160 km) ist geringer als die nach Kiruna (ca. 1.414 km). Nach Kopenhagen, das etwa 28 km (Luftlinie) entfernt ist und Stockholm (ca. 514 km) die nächstgelegenen Großstädte.
Schuhe auf der Davidshall Brücke
Meine Gedanken:
Hier sind Schuhe anstatt Handabrücke von vermutlich berühmten Schwedischen Persönlichkeiten bestaunen. Leider gab es keine Englische Infomation. Und gleich daneben hat es noch viele Katzen, die die Treppen bewachen. Ist ein schöner Ort um kurz zu verweilen.
Turning Torso
Meine Gedanken:
In der Hoffnung von hier Oben eine tolle Aussicht auf die Stadt zu geniessen lief ich zu diesem verdrehten Gebäude. Doch leider ist es nicht möglich da hoch zu gehen. Trotzdem ist es ein spezieller Anblick dieses verdrehte Gebäude zu betrachten. 😊
Info:
Der Turning Torso (englisch für „Drehender Rumpf“) ist ein vom spanischen Architekten Santiago Calatrava im Stil des Dekonstruktivismus erbautes Hochhaus in der schwedischen Stadt Malmö. Mit einer Höhe von 190 Metern und 54 Etagen ist das Gebäude der höchste Wolkenkratzer Skandinaviens und das dritthöchste Wohngebäude Europas. Es wurde am 27. August 2005 eingeweiht. Das Gebäude gilt seither neben der Öresundbrücke als das neue Wahrzeichen von Malmö und löste damit den Kockumskran ab, welcher bereits im Jahre 2002 abgebaut wurde. Die Baukosten betrugen knapp 168 Mio. Euro (1,83 Mrd. SEK). Besitzer ist die Wohngenossenschaft Hyresgästernas sparkasse- och byggnadsförening (HSB). Der Turning Torso steht in Västra Hamnen, dem westlichen Hafengebiet von Malmö, in unmittelbarer Nähe des Öresunds, auf einem Gebiet, in dem sich seit 2001 ein neues, in sich abgeschlossenes modernes Wohnviertel entwickelt.
Schlospark
Slottsparken ist ein Park in Malmö, Schweden, der 1897 gegründet wurde. Die Stadtbibliothek Malmö befindet sich in einer Ecke des Parks. Auf der anderen Seite des Kanals im Norden liegt der Kungsparken, der bis 1881 als Slottsparken bekannt war. Aufgrund dieser Namensänderung und der Tatsache, dass die beiden Parks praktisch einen zusammenhängenden Park bilden, gibt es oft auch auf Karten Verwirrung über die Namen. Der Park ist wegen des großen Spielplatzes und der vielen im Big Pond (schwedisch: Stora dammen) lebenden Vögel, darunter Enten, Lachmöwen, Graureiher und Schwäne, ein beliebter Ort für einen Spaziergang an einem sonnigen Tag mit Kindern .
Meine Gedanken:
Die Ruhe der Natur suche ich immer wider wenn ich Städte besuche. So auch hier. Der Schlosspark ist sehr schön! Es hat kleine Brücken zum überqueren und immer mal wieder ienen kleinen Teich worauf viele verschiedene Entenarten herumschiwimmen. Dann die riesiegen Bäume. Ich war trotz regen Wetter ein bisschen verzaubert. Hier noch ein kleines Video dazu.
Öresundbrücke
Info:
Die Öresundbrücke (dänisch: Øresundsbroen, schwedisch Öresundsbron,) ist die weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr. Sie bildet zusammen mit dem Drogdentunnel und der künstlichen Insel Peberholm die mautpflichtige Öresundverbindung, welche die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit Malmö in Schweden verbindet und damit maßgeblich die Öresundregion erschlossen hat. Die Grenze verläuft 883 Meter westlich vom westlichen Pylonenpaar und ist durch Schilder markiert, die sich an der jeweils nächstliegenden Schilderbrücke befinden. Die Brücke wurde am 1. Juli 2000 dem Verkehr übergeben
Meine Gedanken:
Nun war ich also in Kopenhagen und in Malmö, jedoch habe ich nicht die Brücke überquert. 😀 Da es eben nicht gerade so supi Wetter war, war auch dich Sicht nicht so klar. Trotzdem konnte ich in der Ferne einige Gebäude von Kopenhagen erkennen. Und hatte so meine Freude daran. 😊
Hier noch ein paar Bilder was ich sonst noch so alles entdekt habe in Malmö...
Tag 11 - 12
18.11.21 - 19.11.21
"Dreimal drei macht vier, widi widi wip und eins macht neune... Ich mach mir die Welt, widi widi wie sie mir gefällt..." Natürlich gehörte auch ein Besuch beim Geburtsort von der Autorin von Pippi Langstrumpf zu einem Schweden Besuch dazu. Und so fuhr ich mit dem Zug erst nach Nassjö und dann mit dem Bus weiter nach Vimmerby.
Hier wurde Astrid Lindgren geboren und sie wurde auch hier beerdigt. Wer nicht wie ich im Winter hier ist könnte auch den Freizeitpark besuchen. Leider hatte er geschlossen. Und dann gäbe es noch ein Museum und das Geburtshaus zu bestaunen von Astrid Lindgren. Das war jedoch auch gschlossen. Ich konnte jedoch den Baum fotografieren auf dem sie als Kind geklettert ist und das Haus von aussen, wo sie aufgewachsen ist.
Vimmerby ist ein kleines Dorf mit vielen Pflastersteingassen, die Astrid Lindgren zu ihren Geschichten inspiriert haben. Ich genoss es sehr hier zu sein und mir vorzustellen wie Pippi Langstrumpf hier entlang geritten ist auf kleiner Onkel mit Herr Nilsson auf ihren Schultern. Zum Video
Tag 13
2o.11.21
Nur kurz verweilte ich in meiner Kindheit um danach weiter nach Stockholm zu reisen... Mal wieder kam kein Zug... Es stand jedoch angeschrieben, dass ein Bus fahren sollte. Nur der Bus kam mit einer Stunde verpätung. Dies machte mir nichts. Ich kam ins gespräch mit einem mann und seiner Ziehmutter aus vermutlich Russland. Das Thema Fischen und Vodka wurde durchgenommen. Nur seinen Ziehmutter stieg dann mit mir in den Bus ein. Dieser fuhr uns nach Linköping.
Info:
Hier trafen sich per Zufall Benny und Björn von den ABBA das erste mal und schrieben in der Nacht im Hotel den Song "Isn´t it easy to say".
Mein Anschlusszug war natürlich weg und ich musste umdisponieren. Denn auch meine Zugreservation die ich hatte war weg... Nun stieg ich also in den nächsten Zug ein der Richtung Stockolm fuhr... Dort traf ich dann auf einen sehr unzufriedenen Kondikteur. Der wollte mir nicht wirklich einen Platz zuweisen, sondern nur mit mir darüber diskutieren, das Trucky zu gross sei und zu viel Platz wegnehme. Während er dies sagte und wir beide neben Trucky standen, liefen hinter uns problemlos Passgiere durch, weil es noch so viel Platz hatte! Als ich ihn dann fragte, ob er jetzt bis Stockholm mit mir diskutieren möchte, lief er langsam rot an. 😄 Also sagte ich ihm, ich würde einfach beim nächsten Hat wieder aussteigen, somit hätte er dann hoffentlich kein Problem mehr. Dann lief er davon ohne mir zu sagen, welcher Sitz noch frei wäre... Ich stieg also in Norrköping aus, was lustig ist, weil ich so nun auch noch hier verweilt bin, da Norrköping sehr viel Geschichte zu erzählen hat. 😀
1567 Nach einigen kleinen Gefechten und einem Überraschungsangriff des schwedischen Heeres, der allerdings entdeckt und zurückgeschlagen wurde, zog sich das dänische Heer zurück.
1604 Sollte ein Reichstag in Norrköping abgehalten werden, wo die Erbschaftsfrage geklärt wurde. Dies bedeutete, dass Herzog Karl König wurde und Sigismund abgesetzt wurde. Karls Neffe Johann wurde zum Herzog von Östergötland ernannt, doch war dieser erst 14 Jahre alt. Außerdem brannte Norrköpingshus, wo der Reichstag abgehalten werden sollte, wenige Tage vor der Zusammenkunft nieder.
1769 war es wieder Zeit für einen Reichstag in Norrköping, obwohl der König Adolf Friedrich seinen Unwillen darüber zum Ausdruck gebracht hatte. Wahrscheinlich fürchtete er, dass es für ihn und seine Familie eng und unbequem in der Stadt werde, da unter 7.500 Einwohnern 3.000 Gäste untergebracht werden sollten. Der König wurde an der Drottninggatan gegenüber dem Rathaus einquartiert und allein für den Hofstaat waren 179 Räume reserviert.
1930er-Jahren schloss die Snusfabrik von Carl Swartz, doch noch bis 1947 wurde im Ort Tabak angebaut und 1951 riss man die letzte Tabakscheune ab. Da die Stadt vor 1971 eine eigene Verwaltungseinheit darstellte, erhielt sie keine Steuern von Arbeitern, die außerhalb der Stadtgrenze wohnten. Der schwedische Reichstag beschloss deshalb eine Zusammenlegung der Gemeinden Skärblacka, Kvillinge und Kolmården mit Norrköping im Zuge der allgemeinen Gemeindereform. 1974 wurde auch die Gemeinde Vikbolandet mit aufgenommen. Um den Verlust der Textilproduktion zu kompensieren, beschloss die schwedische Regierung 1971 den Umzug mehrerer staatlicher Behörden aus Stockholm nach Norrköping.
Mit dem nächsten Zug fuhr ich dann schlussendlich nach Stockholm. In diesem war übrigens nur halb so viel Platz wie in dem anderen für Gepäckstücke, Farräder ect. Hier traf ich auf eine sehr nette Kontrollörin und die meinte, dass der andere Zug nicht die gleiche Zuggesellschaft sei. Sie verstand garnicht, was der "Kollege" für ein Problem habe. Trucky brauche nun wirklich nicht viel Platz, jedes Velo und jeder Kinderwagen sei grösser. Sie wünschte mir noch eine schöne Reise und nur ca 3h später als geplant, kam ich dann in Stockholm an. Was für ein Tag.
Tag 14 - 19
21.11.21 - 26.11.21
Stockholm
Info:
Stockholm ist die Hauptstadt Schwedens und mit 2.308.143 Einwohnern (Groß-Stockholm) die größte Stadt in Skandinavien. Sie hat eine mehr als sieben Jahrhunderte zurückreichende Besiedlungsgeschichte und ist seit 1643 die Residenz des Königs. Die Stadt ist sowohl Sitz des schwedischen Parlamentes als auch der schwedischen Regierung. Sie ist ebenso das kulturelle Zentrum des Landes und Bischofssitz. In einer Rangliste des britischen Magazins Monocle belegte Stockholm unter den Städten mit der weltweit höchsten Lebensqualität im Jahr 2021 den 4. Platz.
Im Zweiten Weltkrieg kam es am 22. Februar 1944 zu einem sowjetischen Luftangriff auf Stockholm und seine Umgebung, bei dem ungefähr 30 Bomben abgeworfen wurden. Die Folgen waren wenige Verletzte und hauptsächlich Sachschäden. Die Hintergründe des Angriffs sind unklar. Möglicherweise handelte es sich um einen Navigationsfehler während eines Angriffs auf das finnische Turku.
Meine Gedanken:
Was für eine wunderschöne riesiege Stadt. Gerade die Altstadt hat es mir angetan. Es ist so toll und schön über die Brücken zu laufen und durch die vielen Gassen zu gehen, die alten Gemäuer zu bestaunen und versteckte Winkel zu entdecken. Ich hoffe hier hin werde ich noch ein zweites mal reisen in meinem Leben. 😊 Natürlich sind auch die Museen nicht zu vergessen und das Schloss und vieles mehr!
ABBA The Museum
Info:
Im ABBA The Museum werden die Bühnenkleider, Artefakte, Konzertfotografien, Interviews etc. in einem modernen, interaktiven Kontext gezeigt. Du solltest das Museumbesuchen, weil es einzigartig ist, ABBA-Fan oder nicht. Das Museum wird übrigens in vollem Umfang von der Band unterstützt und ein großer Teil des Materials stammt von den Privatsammlungen der Mitglieder.
Meine Gedanken:
Pippi Langstumpf und ABBA gehören einfach zu Schweden dazu. Das Museum ist einfach toll! Vom Musical Mama Mia bis hin zur Geschichte von ABBA ist alles da. Kleidung, Fotos und Videos. Und natürlich auch viele Instrumente. Toll ist jedoch, dass du selber mit singen, dirigieren oder auch am Mischpult mixen kannst. Und es hat auch ein Quizz über ABBA. Natürlich ist auch der Shop am Ende nicht zu vergessen! 😉 Ich war begeistert! Und konnt nicht genug von der Musik hören! Es gibt auch Audioguides in verschiedenen Sprachen. Hier das kurz Video.
Vasa Museum
Info:
Das Schiff Vasa (oder Wasa) war eine schwedische Galeone, die zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit zählte.
1625 wurden ca. 1.000 Eichen für den Bau der Vasa gefällt. Die Zimmerleute gingen mit Schablonen für die einzelnen Schiffsteile durch die Wälder Södermanlands und wählten passende Bäume aus. Das Holz wurde zur Halbinsel Blasieholmen im heutigen Stockholmer Stadtteil Norrmalm gebracht, wo am 1. Januar 1626 der eigentliche Bau begann.
König Gustav II. Adolf von Schweden ließ ab 1625 das Kriegsschiff Vasa bauen. Es sollte die Interessen des lutherischen Schweden gegen das katholische Polen während des Dreißigjährigen Krieges zur Geltung bringen. Schweden wollte als aufsteigende Seegroßmacht vor allem den Import von Hanf aus dem Baltikum zur Herstellung von Tauwerk für neue Schiffe sicherstellen. Neben religiösen und strategischen Gründen für den Krieg gab es auch persönliche: Gustav II. Adolfs Vater, Karl IX., hatte seinen Vetter, den polnischen König Sigismund III. Wasa, zuvor vom schwedischen Thron verdrängt, den dieser nun zurückzuerobern hoffte.
Über 700 Statuen, deren fratzenhafte Gesichter Schwedens Stärke demonstrieren und den Gegner demütigen und ängstigen sollten, zierten die Vasa. Es war ein Gewimmel aus römischen Kriegern, Löwen, Nixen, Phantasiefiguren und griechischen Gottheiten. Die Figuren entstanden im Renaissance- und frühen Barockstil. Die Inspirationen kamen hauptsächlich aus der Bibel, aber auch aus griechischen und römischen Sagen und aus verherrlichten schwedischen Königsstammbäumen.
Bereits zu Beginn ihrer Jungfernfahrt am 10. August 1628 sank die Vasa nach nur etwa 1300 Metern Fahrtstrecke bei normalem Seegang wegen schwerwiegender konstruktiver Instabilität.
Zuerst überführte man die Vasa von der Werft zum Ufer vor der königlichen Burg Tre Kronor. Der Flottenchef, Vizeadmiral Klas Fleming, ließ das Schiff einrichten und eine Probe durchführen, die die Stabilität des Schiffes testen sollte. Sie bestand darin, dass 30 Mann der Besatzung von einer Seite des Schiffes zur anderen rannten. Das Schiff schwankte dabei so sehr, dass man sich zum Abbruch des Versuchs entschloss. Trotz dieses Problems lichtete die Vasa unter Kapitän Söfring Hansson Jute am 10. August 1628 die Anker. Vier Segel wurden gesetzt und Salut geschossen. Eine der alten Quellen gibt an, dass das Schiff schon auf den ersten Metern trotz geringen Windes eine bedrohliche Schräglage hatte. Der erste stärkere Windstoß ließ das Schiff etwa 1.300 Meter nach dem Start kentern. Dabei starben schätzungsweise dreißig bis fünfzig Menschen. Insgesamt dauerte die Fahrt der Vasa nur etwa 20 Minuten
Nach 333 Jahre am Meeresboden wurde das imposante Kriegsschiff geborgen, woraufhin es eine neue Reise antrat. Heute ist die Vasa das am besten erhaltene Schiff des 17. Jahrhunderts und in Stockholm in einem eigens dafür errichteten Museum zu bewundern. Dieser einzigartige Kulturschatz umfasst 98 Prozent der Originalteile, darunter Hunderte kunstvoll geschnitzter Holzskulpturen.
Meine Gedanken:
Eigentlich fehlen mir ausnahmsweise fast ein bisschen die Worte. Wie soll ich das unbeschreibliche Gefül beschreiben, dass ich hatte als sich die Türe öffnete und ich plötzlich vor diesem riesigen fast 4oo Jahre alten Schiff stand. Erstens ist es wunderschön! Zweitens ist es riesen gross! Drittens ist es einfach richtig alt. Und obwohl es eine Fehlkonstruktion ist, ist es doch sehr beeindrukend vor so einem riesigen Stück Geschichte zu stehen! Es ist möglich es von Unten, von Oben, von Hinten, von Vorne und von beiden Seiten zu betrachten. Das Museum wurde sehr gut um das Schiff herum gebaut. Dieses Museum ist quasi das Highlight von meiner ganzen Reise durch Schweden! Ich bin froh und dankbar, dass ich dies mit eigenen Augen sehen durfte. Auch der Rest des Museums ist toll! Alles sehr gut beschrieben und du kannst auch noch den Anker lichten oder ein Schiff durch den engen Kanal steuern. Zudem gibt es einen tollen Film in mehreren Sprachen wo Bilder der Ausgrabung zu sehen sind und der Untergang der Vasa nachgesellt wird. Welche blamage dies für den König gewesen sein muss... Schade um die vielen toten und das schöne Holz. Und doch- wäre dies nicht passiert, stünde das Schiff jetzt nicht hier und wir hätten es nie zu Gesicht bekommen...
Zum Video
Stockholmer Schloss
Info:
Das Stockholmer Schloss ist das königliche Schloss im Zentrum der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Es befindet sich auf der Insel Stadsholmen, auf der die Altstadt, Gamla stan, liegt; nördlich ist es mit der Brücke Norrbro über den Norrström mit der Königlichen Oper und dem ehemaligen Erbfürstenpalais, dem heutigen Außenministerium, sowie mit dem Stadtteil Norrmalm verbunden. Die Büros des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf und anderer Mitglieder der königlichen Familie befinden sich im Schloss. Es dient dem König zu repräsentativen oder zeremoniellen Zwecken während der Ausübung seiner Pflichten als Staatsoberhaupt. Bewohnt wird es nicht mehr, seit die Königsfamilie 1982 den bisherigen Sommersitz, das Schloss Drottningholm, als Hauptwohnsitz bezog.
Meine Gedanken:
Sehr spezielle Bauweise für ein Schloss. Es ist ohne Türme, wurde nicht auf einem Hügel gebaut. Es sieht eher praktisch aus. Und doch ist es schön gelegen am Ufer.
Reichstag
Info:
Riksdagshuset, das Reichstagsgebäude in Stockholm ist der Sitz des schwedischen Reichstages. Das Gebäude liegt auf der Insel Helgeandsholmen und wurde zwischen 1897 und 1905 erbaut.
Königliche Oper
Info:
Die Königliche Oper (schwedisch Kungliga Operan) ist die schwedische Staatsoper. Um sie von anderen königlichen Opernhäusern zu unterscheiden, wird sie im deutschsprachigen Raum oft „Königlich Schwedische Nationaloper“ genannt, im englischen Sprachgebrauch (auch in den internationalen Künstlerverträgen der Oper) Royal Swedish Opera. Die Königlich Schwedische Nationaloper spielt eine tragende Rolle in der Kulturgeschichte Schwedens, da sie und ihre Vorgängereinrichtungen durch die direkten kulturpolitischen Impulse und Einflussnahmen der jeweiligen Regenten (namentlich Gustav Wasa, Kristina, Gustav III., Oskar II.) Spiegel des entsprechenden künstlerischen Stils und Zeitgeists waren, der repräsentativ für die jeweilige Zeit von der Hauptstadt aus auf die weitere Umgebung des Landes ausstrahlte.
Meine Gedanken:
Fand leider keine Zeit rein zu gehen.
Brunkeberg Tunnel
Info:
Der Brunkebergtunnel in Norrmalm, Stockholm, ist ein 231 Meter langer Durchgang für Fußgänger durch den Esker Brunkebergsåsen. Der Tunnel wurde 1886 von König Oscar II. eingeweiht.
Meine Gedanken:
Wenn du im Tunnel bist, kommt dir der Weg garnicht so lang vor. Ich war erstaunt wie lange der Tunnel wirklich ist. 😊
Skyview
Info:
Der Ericsson Globe ist eines der markantesten Wahrzeichen der schwedischen Hauptstadt. Vor seiner Umbenennung hieß die Veranstaltungshalle offiziell “Globenarena”. Die meisten Schweden sagen jedoch einfach “Globen”. Die 1989 eingeweihte Mehrzweckarena gilt als das größte sphärische Gebäude der Welt. Die Halle kann bis zu 16.000 Zuschauer fassen. Seit Februar 2010 lockt der Globen mit einer weiteren Attraktion, dem SkyView. Der SkyView ist eine Art gläserner Fahrstuhl. Mit ihm fährt man auf der Außenhaut des Globen bis ganz nach oben. Seitdem der SkyView installiert ist, witzeln die Stockholmer, dass der Globen aus der Ferne wie ein Po aussieht. In schwindelnder Höhe – “On top of the Globe” Der SkyView besteht aus zwei Glasgondeln, die jeweils Platz für 16 Personen bieten (maximale Belastung 1.200 kg). Die Gondeln fahren auf zwei Schienen, die auf der Fassade des Globen angebracht sind. Die Fahrt geht bis hinauf auf den höchsten Punkt des Globen, was einer Höhe von 130 Metern über dem Meer entspricht.
Meine Gedanken:
Ein wundervolles, entspannendes Abenteuer mit toller Aussicht. Hat sich echt gelohnt mit der coolen Metro da raus zu fahren...👍😊
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Metro
Info:
Die Stockholmer U-Bahn, ist die einzige U-Bahn in Schweden. Da viele Bahnhöfe mit besonderen Kunstwerken dekoriert sind,wird die Tunnelbana zu den größten Kunstgalerien der Welt gezählt.
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Stockholms Stadshus
Info:
Stockholms stadshus, das Rathaus der schwedischen Hauptstadt Stockholm, beherbergt den Sitz der Stadtregierung und des Stadtparlamentes. Es liegt am südöstlichen Spitz der Insel Kungsholmen am Riddarfjärden im Mälarsee. An gleicher Stelle befand sich bis zu ihrer Zerstörung durch einen Brand am 31. Oktober 1878 die dampfgetriebene Mühle Eldkvarn.
Meine Gedanken:
Ein wunderschönes grosses Gebäude! Mir gefielen die Rundbögen und die rote Farbe. Es steht mächtig und stabil da und strahlt trotzdem Eleganz aus.🙂
Was ich sonst noch alles gesehen habe:
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Nach einer tollen Zeit in Schweden und der Hauptstadt Stockholm, ging meine Reise mit dem Schiff weiter nach Estland...😊
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